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Fujitsu und Xerox entwickeln Netze der Zukunft

13.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Computerbauer Fujitsu will zusammen mit der Xerox-Tochter Palo Alto Research Center (PARC) Datennetze der nächsten Generation entwickeln. Diese sollen Szenarien wie die Übertragung von Patientendaten aus deren Heim in die Arztpraxis möglich machen.

Für beide Unternehmen ist die dreijährige Kooperation die erste ihrer Art. Sie kombiniert die Grundlagenforschung des PARC (wo in der Vergangenheit unter anderem die Computermaus, Ethernet und der Laser-Drucker ersonnen wurden) mit der breiten Kundenbasis und ausgefuchsten Produktentwicklung der Japaner.

Diese werden nicht zuletzt versuchen, eine Reihe von im PARC entwickelten Techniken zu kommerzialisieren, mit denen sich Geräte automatisch in einem Netz anmelden und einander ihre Fähigkeiten mitteilen (so etwas hatte Sun mit "Jini" versprochen und hat Apple mit der Technik formerly known als "Rendezvous" realisiert) oder blitzschnell sichere Verbindungen untereinander aufbauen, über die man auch sensible Daten schicken kann.

"PARC hat Sicherheitstechniken entwickelt, die in einer Minute erledige, wofür wir 20 Minuten brauchen", erklärte Kazuo Asakawa, General Manager von Fujitsus IT Media Laboratories, gegenüber dem "Wall Street Journal".

Fujitsu und PARC wollen sich anfänglich auf das Gesundheitswesen, den Handel sowie Möglichkeiten fokussieren, vielfältige Daten in ein Auto oder Haus und daraus heraus zu übertragen. Wenigstens ein Service solle im kommenden Jahr bereits kommerzialisiert werden, sagte Asakawa weiter. In Japan ist der Trend zur Vernetzung möglichst vieler Gegenstände des alltäglichen Lebens, das so genannte "Ubiquituous Computing" (allumgebendes Computing), schon sehr weit fortgeschritten. (tc)