Primepower 2000 rechnet mit bis zu 128 CPUs

Fujitsu greift mit Highend-Server an

20.07.2001
MÜNCHEN (CW) - Fujitsu hat in Nordamerika seinen neuen Highend-Server vom Typ "Primepower 2000" vorgestellt. Mit dem Solaris-basierten Rechner wollen die Japaner in erster Linie im Sun-Revier auf Kundenfang gehen.

Der Primepower-2000-Server kann mit maximal 128 Prozessoren ausgestattet werden, die in einer Simultaneous-Multiprocessing-(SMP-) Architektur zusammengeschaltet sind. Fujitsu Technology Solutions, der nordamerikanische Arm von Fujitsu-Siemens, setzt auf "Sparc-64GP"-CPUs, die auf 563 Megahertz getaktet sind und mit 8 MB Level-2-Cache arbeiten. Der Hauptspeicher lässt sich mit maximal 512 GB bestücken. Als Betriebssystem unterstützen die Server die neueste Version 8 des Sun-Betriebssystems Solaris.

Zeitgleich mit der Produktvorstellung hat Fujitsu erste Benchmark-Ergebnisse seines neuen Highend-Unix-Servers präsentiert. Eine 48-Wege-Maschine mit 128 MB Hauptspeicher erreicht demnach im TPC-C-Rennen einen Wert von 222 772 Transactions per minute (tpm). Allein Compaqs "Wildfire"-Server mit auf ein Gigahertz getakteten Alpha-Chips liegt mit 230533 tpm vor den Japanern. Dahinter rangieren IBM mit dem Modell "680" aus seiner P-Serie (220 807 tpm), Hewlett-Packards "Superdome" (197 024 tpm) und Sun mit einem 64-Wege-Server vom Typ "E10000" (156 873 tpm).

Sun-Kunden seien eine potenzielle Klientel für die Primepower 2000, erklärt Richard McCormack, Vice President für den Bereich Marketing in Nordamerika. Vor allem Kunden, die mit ihren bestehenden E10000-Rechnern an die Leistungsgrenzen stießen und nicht bis Anfang nächsten Jahres warten wollten, bis Sun mit der 72-Wege-Maschine "E15000" einen leistungsfähigeren Nachfolger bringe, könnten auf die Fujitsu-Plattform wechseln.

Die ersten Maschinen seien bereits verkauft, erklärt McCormack. Ferner stünden noch etwa zwei Dutzend Maschinen bei Kunden im Probeeinsatz. In der Basisausstattung mit acht Prozessoren und 8 GB Hausptspeicher werde die Primepower 2000 etwa 200000 Dollar kosten. Ein voll ausgebauter Rechner dürfte nach Schätzungen von Experten auf etwa sechs bis sieben Millionen Dollar kommen.