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FSC-Management drängt auf 40-Stunden-Woche

17.07.2006
35 Stunden Wochenarbeitszeit seien nicht genug, damit sich die Werke in Augsburg und Sömmerda rentieren.

Der Computerbauer Fujitsu-Siemens (FSC) knüpft die Zukunft seiner inländischen PC-Produktion an weitere Kostensenkungen. "Mit der 35-Stunden-Woche werden wir unsere beiden Werke in Augsburg und Sömmerda so nicht halten können, sagte FSC-Chef Bernd Bischoff der Tageszeitung "Die Welt". Man sei deshalb schon seit einiger Zeit mit dem Betriebsrat in Gesprächen. "Wir sollten wieder bei 40 Stunden landen", so Bischoff.

In Augsburg hat der Konzern rund 2000, in Sömmerda 400 Mitarbeiter beschäftigt. Laut Bischoff ist der PC-Markt im ersten Quartal

2006 unerwartet stark zurückgegangen, vor allem in Deutschland sei das Quartal "sehr schlecht" verlaufen. Dies gilt speziell für FSC: Der Umsatz des Unternehmens schrumpfte um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Preisverfall dauere mit Raten von jährlich zehn Prozent unvermindert an, sagte Bischoff. Auch Gartner hatte das Geschäft im deutschen PC-Markt in den ersten drei Monaten 2006 als "enttäuschend" bezeichnet.

FSC steigerte im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: 31. März) den Umsatz um elf Prozent auf 6,65 Milliarden Euro. Der Profit verbesserte sich um 27 Prozent auf 121 Millionen Euro. (dpa/ajf)