WLAN, WiFi & Bluetooth

Fritzbox-Tuning: Tipps für den Alltag

12.05.2018
Von Stephan Lamprecht, , und
Roland Freist, Jahrgang 1962, studierte in München Kommunikationswissenschaft und arbeitete danach als Redakteur bei IT-Fachverlagen. Seit 1999 ist er selbstständig und schreibt Artikel zu Windows, Android, Anwendungen, Netzwerken, Security und Internet. Im professionellen Umfeld bearbeitet er Themen rund um Storage, Cloud-Computing und Virtualisierung.
Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Schwerpunkte? Keine - er interessiert sich vielmehr für (fast) alles, was mit IT, PC, Smartphone und Elektronik zu tun hat. Dabei geht es aber meist nicht um die Technik nur um der Technik willen, vielmehr stehen Nutzen und sinnvolle Anwendung im Vordergrund.

Aussetzer im 5-GHz-Band

Funkt in Ihrer Umgebung ein Militär- oder Wetterradar, führt die Fritzbox automatisch einen Kanalwechsel durch und trägt eine entsprechende Meldung ins Protokoll ein.
Funkt in Ihrer Umgebung ein Militär- oder Wetterradar, führt die Fritzbox automatisch einen Kanalwechsel durch und trägt eine entsprechende Meldung ins Protokoll ein.

Vor allem in Großstädten ist das von zahlreichen Funknetzwerken genutzte 2,4-GHz-Band oft überlastet. Ein häufig gelesener Tipp lautet daher, in das 5-GHz-Band auszuweichen, welches seit dem WLAN-Standard 802.11n zusätzlich unterstützt wird. Die Voraussetzung ist, dass der Access Point und die verbundenen Geräte auf diesen Frequenzen arbeiten können. Doch dort beobachten manche Nutzer teils unerklärliche Aussetzer.

Die Erklärung liefert in vielen Fällen ein Blick in das Logbuch des Routers unter "System -> Ereignisse". Schalten Sie dort im Dropdown-Menü um auf "WLAN". Falls Sie dort Einträge mit dem Text "Radarerkennung (DFS-Wartezeit) durch Kanalbelegung ausgelöst, 5 GHz Band temporär nicht nutzbar" erkennen, haben Sie die Ursache gefunden.

Einer europäischen Richtlinie zufolge müssen Funknetzwerke im 5-GHz-Band den Signalen eines Wetter- oder Militärradars Vorrang geben. Deshalb prüft der Access Point regelmäßig, ob eine Radarquelle in seiner Nähe aktiv ist. Laut AVM kann dieser Test bis zu zehn Minuten dauern. In dieser Zeit ist das WLAN nicht erreichbar. Falls eine solche Radarquelle entdeckt wird, führt zumindest die Fritzbox gleich einen automatischen Kanalwechsel durch.

Die Lösung lautet daher, das Funknetz im 5-GHz-Band auf einen Kanal einzustellen, der von der Regelung nicht betroffen ist. Das gilt für die Kanäle 36, 40, 44 und 48. Für die Konfiguration gehen Sie in der Fritzbox auf "WLAN -> Funkkanal", markieren "Funkkanal-Einstellungen anpassen" und richten neben "Funkkanal im 5-GHz-Frequenzband" einen der genannten Kanäle ein. Vergessen Sie jedoch nicht, die geänderten Einstellungen abschließend noch mit "Übernehmen" zu bestätigen.

Tasten an der Fritzbox sperren

Bei der Fritzbox lassen sich im Routermenü die Tasten sperren. Dann kann niemand mehr absichtlich oder unabsichtlich WLAN oder DECT abschalten.
Bei der Fritzbox lassen sich im Routermenü die Tasten sperren. Dann kann niemand mehr absichtlich oder unabsichtlich WLAN oder DECT abschalten.

Fritzboxen haben üblicherweise zwei Tasten oben auf dem Gehäuse. Hiermit lässt sich das WLAN ausschalten oder WPS starten, um neue Geräte in das verschlüsselte WLAN aufzunehmen. Bei der Fritzbox 7490, die auch als Basisstation für DECT-Telefone dient, können Sie diese Funktechnik mittels Tastendruck am Router an- und ausschalten. Allerdings kann das auch jeder andere, der an den Router herankommt.

So verhindern Sie den unerlaubten Zugriff: Ab Fritz-OS 6.23 können Sie im Routermenü die Tasten am Fritzbox-Gehäuse sperren. Rufen Sie dazu im Browser das Menü auf über "fritz.box" oder die lokale IP-Adresse des Routers. Wählen Sie dann "System -> Tasten und LEDs", und gehen Sie zum Eintrag "Tastensperre". Markieren Sie dort den Eintrag "Tastensperre aktiv".

Wenn Sie schon bei diesem Menüpunkt sind, können Sie auch gleich die Funktion der Info-LED verändern. In der Regel blinkt die LED nur bei bestimmten Vorkommnissen - etwa wenn Sie die Firmware der Fritzbox aktualisieren oder ein DECT-Telefon am Router anmelden. Im Menü "Info-Anzeige" können Sie jedoch einstellen, dass der Router die LED bei anderen Ereignissen aktiviert. Welche das sind, wählen Sie im Drop-down-Menü aus. Sinnvoll ist beispielsweise, die LEDs leuchten zu lassen, wenn das Gast-WLAN im Router aktiv ist oder Nutzer sich dort angemeldet haben. Das erinnert Sie daran, das Gast-WLAN abzuschalten, wenn es nicht mehr gebraucht wird.