Fraunhofer-Institut gründet SOA-Labor

12.07.2007
Wissenschaftler bieten eine Plattform für herstellerunabhängige Systeme.

Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und der öffentlichen Verwaltung will das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme herstellerunabhängige SOA-Lösungen entwickeln und testen. Das Labor mit Sitz in Berlin richtet sich den Angaben zufolge sowohl an Anbieter im SOA-Umfeld als auch an Anwender aus den Branchen Telekommunikation und öffentliche Verwaltung. Dabei agiere das so genannte Fraunhofer FOKUS SOA-Labor hersteller-, produkt- und technologieunabhängig, schreiben die Initiatoren in einer Mitteilung. Ziel sei es, gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Verwaltung "das Strategie- und Management-Konzept SOA im Zusammenwirken mit IT- und Kommunikationstechnologie anwendungsorientiert umzusetzen." Dazu stelle das Labor eine offene standardbasierende Infrastruktur bereit. In diesem Umfeld ließen sich SOA-Lösungen entwerfen, entwickeln und testen.

Partner aus der Industrie

Wie herstellerneutral das Institut tatsächlich arbeitet, wird sich zeigen. Zu den Partnern aus der Industrie zählen etliche Schwergewichte aus der IT-Branche, darunter IBM, Fujitsu-Siemens Computers, Microsoft, Oracle, die Software AG, T-Systems und IDS Scheer. Ausdrücklich betonen die Berliner, das Labor sei offen für Technologie-, Lösungs- und Beratungspartner.

Linda Strick, Projektleiterin SOA-Lab am Fraunhofer-Institut FOKUS, beschreibt die Ausgangslage so: "Obwohl SOA derzeit in aller Munde ist, zeigen aktuelle Studien, dass wenig wirkliche Erfahrung in den Branchen vorliegt, dass Unsicherheiten im Hinblick auf offene versus proprietäre SOA-Lösungen bestehen und die Integration von Organisationsprozessen und IT ein oftmals noch steiniger Weg ist". Mit dem SOA-Lab wolle das Institut die technische und organisatorische Umsetzung von Service-orientierten Architekturen unterstützen sowie Entwicklungs- und Testwerkzeuge prüfen. Ferner solle demonstriert werden, wie sich bestehende Anwendungen und Techniken mit Hilfe offener Standards und Schnittstellen in eine SOA überführen lassen. Erste Szenarien aus dem Bereich E-Government wollen die Fraunhofer-Experten auf einem Workshop am 18. Oktober 2007 präsentieren. (wh)