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Franzosen gehen gegen Handy-Belästigung vor

25.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Klingelnde Handys in Restaurants, der U-Bahn oder bei Konzerten nerven immer mehr Menschen. Bei unseren französischen Nachbarn geht man gegen die Störenfriede vor, indem man den Handy-Empfang auf öffentlichen Plätzen blockiert. Das geschieht mit Hilfe von Störsendern, die es unmöglich machen, Anrufe, Voice-Mails oder Textnachrichten abzurufen. Anders als in anderen Länden dürfen diese Geräte bei unseren Nachbarn seit letzten Dezember legal verkauft und benutzt werden. Die französische Regulierungsbehörde Autorité de Régulation des Télécommunications (ART) erarbeitet gegenwärtig technische Standards, die den Einsatz der Sender regeln. Laut einer Umfrage der Analysten von Taylor Nelson Sofres Telecoms begrüßen 90 Prozent der Franzosen die Praxis des GSM-Jammings. Europaweit sollen es immerhin drei Viertel der Bevölkerung

sein, die den Handy-Störenfrieden einen Riegel vorschieben wollen. Keine Überraschung: Vor allem Leute, die kein Mobiltelefon besitzen, sprechen sich eher für die drastische Maßnahme aus. (ave)