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Frankreich verschiebt Vergabe von UMTS-Lizenzen

01.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mangels Interesse verschiebt Frankreich die Vergabe von vier UMTS-Mobilfunklizenzen. Bis zur Abgabefrist am 31. Januar 2001 lagen laut der staatlichen Telekom-Aufsichtsbehörde ART nur zwei Anträge vor: vom Mobilfunkbetreiber Vivendi Universal und von der France-Telecom-Tochter Orange. Nun soll eine neue Ausschreibung erfolgen.

Die weiteren Interessenten, der Bau- und Telefonkonzern Bouygues Télécom sowie ein Bewerberkonsortiums bestehend aus dem einheimischen Vorsorgungskonzern Suez Lyonnaise und der spanischen Telefongesellschaft Telefónica, waren wegen zu hoher Kosten abgesprungen (Computerwoche.de berichtete).

Der französische Staat hatte mit vier Kandidaten und Einnahmen von knapp 20 Milliarden Euro gerechnet. Denn ART will die UMTS-Lizenzen zum Preis von jeweils 4,95 Milliarden Euro für 15 Jahre verpachten.

Laut ART-Präsident Jean-Michel Hubert verschiebt sich damit der Zeitplan für die Einführung der dritten Handygeneration, die für den 1. Januar 2002 geplant war.