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France Telecom profitiert im ersten Quartal von Zukauf

27.04.2006
Der Telekomkonzern France Telecom hat im ersten Quartal vom Kauf der spanischen Amena profitiert und sein Ergebnis kräftig gesteigert.

Im Auftaktquartal seien mit 12,8 Milliarden Euro 10,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor umgesetzt worden, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Paris mit. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um sieben Prozent auf 4,67 Milliarden Euro.

Hauptergebnistreiber ist das Mobilfunkgeschäft, das France Telecom im vergangenen Jahr mit dem Erwerb von Amena stärkte. Ohne das spanische Mobilfunkunternehmen wuchs der konzernweite Umsatz lediglich um 2,2 Prozent und der EBITDA-Gewinn blieb unverändert. Mit dem Zukauf für 6,4 Milliarden Euro stieg France Telecom zum zweitgrößten Telekomkonzern Spaniens nach Telefonica auf.

DSL boomt

Das traditionelle Festnetzgeschäft in Frankreich und Polen entwickelte sich in den ersten drei Monaten weiter rückläufig. Mit dem Ausbau des Breitbandgeschäfts will France Telecom die Rückgänge ausgleichen. Die Zahl der DSL-Kunden wuchs innerhalb der ersten drei Monate europaweit um zehn Prozent auf 8,1 Millionen, wovon der Großteil auf Frankreich entfällt. Auf dem Heimatmarkt komme France Telecom mit 4,9 Millionen auf einen Marktanteil von knapp 50 Prozent, hieß es. Die Telekom-Tochter T-Online will in Frankreich zu einem der führenden Internetanbieter werden und baut dazu eine eigene Infrastruktur auf.

Die schnellen Internetanschlüsse sind Voraussetzung von neuen Diensten, mit denen die Telekomkonzerne fallende Erlöse im traditionellen Festnetzgeschäft kompensieren wollen. Fortschritte verzeichnet France Telecom bei der Übertragung von Medieninhalten und Telefongesprächen über das Internet. Die Zahl der VoIP-Kunden (Internet-Telefonie) vervierfachte sich auf 1,2 Millionen und das internetbasierte TV-Angebot nutzten 229.000 Menschen. Im ersten Quartal des Vorjahres waren es noch weniger als die Hälfte. (dpa/tc)