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Framfab feuert 340 Mitarbeiter

23.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die unter Druck geratene Web-Agentur Framtidsfabriken (Framfab) wird 340 Angestellte in Schweden auf die Straße setzen, um die finanzielle Situation des Unternehmens zu verbessern. Damit werden rund zwölf Prozent aller Mitarbeiter entlassen. Zudem will Framfab drei seiner Geschäftseinheiten schließen: den defizitären Venture-Capital-Geber Framfab Innovation sowie die beiden Marketing-Sparten MOR und Halbeye & Kaag & Partners. Die Restrukturierung der schwedischen Web-Design- und Beratungs-Company wird rund 15 Millionen Euro kosten und das vierte Geschäftsquartal belasten. Letztendlich sollen diese Maßnahmen allerdings zirka 26,5 Millionen Euro im Jahr einsparen.

Im dritten Quartal hatte der einstige Börsenliebling trotz eines großen Umsatzwachstums einen unerwartet hohen Nettoverlust von 17,6 Millionen Euro ausgewiesen (Computerwoche online berichtete). Der ehemalige CEO (Chief Executive Officer) Jonas Birgersson nahm daraufhin seinen Hut und gab den Chefsessel an Johan Wall ab.

Künftig will sich Framfab weniger auf seinen Heimatmarkt Skandinavien und mehr auf das restliche Europa konzentrieren. Bisher erwirtschaftet das Unternehmen noch drei Viertel seiner Einnahmen in Schweden. Gerade in Großbritannien sollen die Aktivitäten verstärkt werden: Im kommenden Jahr will Framfab die dortige Mitarbeiterzahl auf 100 verdoppeln und eine weitere Niederlassung in London eröffnen.

Auch andere Internet-Beratungshäuser haben unter der derzeitigen Dotcom-Flaute zu leiden. Anfang dieser Woche kündigte die schwedische Company Cell Network an, 70 Mitarbeiter zu entlassen. MarchFirst setzt zehn Prozent seiner Angestellten auf die Straße und befindet sich derzeit in argen Bargeldnöten (Computerwoche online berichtete).