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Fortinet und Trend Micro begraben das Kriegsbeil

31.01.2006
Die beiden IT-Sicherheitsfirmen legen Patentrechtsstreit um Antivirensoftware bei.

Trend Micro war 2004 gegen Fortinet vor Gericht gezogen, weil die Company eine ihrer Patente verletzt sah. Aus Sicht des japanischen Unternehmens verwendete Fortinet in seiner Network Appliance "Fortigate" eine von Trend Micro geschützte Technik, die den E-Mail und Internet-Datenverkehr auf Gateways und Servern nach Viren scannt, bevor der Content auf dem PC landet. Im Sommer vergangenen Jahres war es den Japanern gelungen, bei der Internationalen Handelskommission (ITC) ein Verkaufsverbot für das Fortinet-Gerät in den USA durchzusetzen. Bereits nach wenigen Monaten brachte Trend Micro aber den Fall erneut vor Gericht, weil der Hersteller aus Sunnyvale, Kalifornien, die Appliance weiter verkaufte, wenn auch - so zumindest laut Fortinet-Aussage - mit veränderter Antivirensoftware.

Im Rahmen der nun erzielten Einigung nimmt Fortinet die von Trend Micro entwickelte Technik in Lizenz. Die Company plant jedoch, die modifizierten Fortigate-Appliances vorerst weiter anbieten. Im März soll dann eine neue Version erscheinen, welche die Vorteile beider Lösungen kombinieren soll. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt. (mb)