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Florida: Weitere Sammelklage gegen Microsoft

25.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwei Tage nach Einreichung einer ersten Sammelklage ("class action suit") gegen Microsoft (CW Infonet berichtete) wurde im US-Bundesstaat Florida ein zweites, ähnlich gelagertes Verfahren angestrengt. Darin wird der Gates-Company zur Last gelegt, sie habe ihr Monopol bei Desktop-Betriebssystemen dahingehend mißbraucht, daß sie den Preis für Windows 95 nach dem Erscheinen des Nachfolgers Windows 98 künstlich hochgehalten hatte. Die Anwälte fordern im Namen ihrer Mandanten einen bislang noch nicht bezifferten Schadenersatz.

Die neue Klage basiert ebenfalls in Teilen auf der Argumentation der "Findings of fact" von Richter Thomas Jackson im "großen" Kartellverfahren, in dem sich das US-Justizministerium (Department of Justice = DOJ) und 19 Bundesstaaten auf der einen und Microsoft auf der anderen Seite gegenüberstehen.