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Flextronics sieht ein Ende der Flaute

28.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Auftragsfertiger Flextronics verbuchte im Ende Juni abgelaufenen ersten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 289,7 Millionen Dollar oder 56 Cent pro Aktie. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das in Singapur ansässige Unternehmen ein Minus von 131,2 Millionen Dollar oder 25 Cent je Anteil ausgewiesen.

Das aktuelle Defizit ist jedoch keineswegs auf einen Umsatzrückgang zurückzuführen, dieser fiel mit 3,11 Milliarden Dollar nur leicht unter Vorjahresniveau (3,13 Milliarden Dollar) aus. Hauptgrund sind vielmehr die hohen Abschreibungen - darunter 293,5 Millionen Dollar Restrukturierungskosten. Vor Sondereffekten erzielte Flextronics dagegen einen Gewinn von 20,4 Millionen Dollar oder vier Cent je Anteil. Zum Vergleich: Für das erste Geschäftsquartal 2002/2003 hatte die Company ein Pro-forma-Plus von 30,1 Millionen Dollar gemeldet, im vorangegangenen vierten Quartal lag der Gewinn vor Einmalaufwendungen bei 25,4 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie.

Nach Ansicht von CEO Michael Marks hat sich die Situation der Branche im Berichtszeitraum bereits weitgehend stabilisiert. Zwar fehlten noch eindeutige Zeichen für einen Aufwärtstrend, sein Unternehmen verspüre jedoch bereits eine leicht steigende Nachfrage. Für das aktuelle Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz in Höhe von 3,3 bis 3,5 Milliarden Dollar. Den Pro-forma-Gewinn schätzt Flextronics auf sechs bis acht Cent pro Aktie. Aufgrund von Wertberichtigungen und fortgeführten Restrukturierungsmaßnahmen werde das Nettoergebnis allerdings niedriger ausfallen, kündigte das Unternehmen an. Die Differenz stehe derzeit noch nicht fest. (mb)