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FJH rechnet für 2004 bestenfalls mit einem ausgeglichenen Ergebnis

25.06.2004

Neben der Investitionszurückhaltung der Versicherer leidet die FJH AG nach wie vor unter dem Betrugsverdacht zu Ende 2003. Nachdem der Vorwurf der angeblichen Bilanzfälschung bereits im Vorjahr Einnahmen und Gewinn deutlich gedrückt hatte (Computerwoche.de berichtete), erwartet das auf die Versicherungsbranche spezialisierte Münchner Software- und Beratungshaus daher für 2004 einen Umsatzrückgang von 120,1 Millionen auf rund 95 Millionen Euro und ein ausgeglichenes Ergebnis.

Wegen der noch nicht absehbaren Kosten für Personalmaßnahmen könne auch ein kleiner Verlust anfallen, teilte das Unternehmen am Donnerstag im Rahmen der Hauptversammlung mit. Insgesamt will FJH die Kosten im laufenden Jahr um rund neun Millionen Euro und 2005 um weitere acht Millionen Euro senken.

Vorstandsvorsitzender Manfred Feilmeier wies darauf hin, dass sich die spürbare Zurückhaltung bei der Erteilung neuer oder der Erweiterung bestehender Aufträge bis ins Jahr 2004 nachwirke. So hatte FJH im Anfangsquartal 2004 einen Umsatzrückgang um fast ein Drittel auf 19,1 Millionen Euro verbucht und einen Verlust von 3,2 Millionen Euro ausgewiesen.

Die Marktentwicklung in den Regionen sowie in den einzelnen Segmenten bezeichnete Feilmeier als uneinheitlich. Während die Märkte in der Schweiz und in Osteuropa bereits deutlich anzögen, erwartet FJH in Deutschland weiterhin eine rückläufige Entwicklung. Grund sei die anhaltende politische Diskussion sowohl in der Lebens- wie insbesondere auch in der Privaten Krankenversicherung, die sich deutlich negativ auf das Investitionsverhalten der Versicherungsunternehmen auswirke. Gute Wachstumschancen sieht FJH auch weiterhin in Osteuropa. (mb)