25 Topmodelle im Vergleich

Fitness-Tracker-Test

23.04.2017
Von Verena  Ottmann
Ein Fitnesstracker erfasst Ihre körperlichen Aktivitäten, wertet sie aus und hilft dabei, das selbst gesetzte Ziel zu erreichen – und zu halten. Welche Modelle es gibt und was sie jeweils können, erfahren Sie hier.
Jawbone, Fitbit oder Sony Smartband und mehr - wir testen für Sie sechs beliebte Fitness-Tracker.
Jawbone, Fitbit oder Sony Smartband und mehr - wir testen für Sie sechs beliebte Fitness-Tracker.
Foto: Syda Productions - shutterstock.com

Fitnesstracker gibt es in vielen Farben und Formen. Egal, ob Sie es schmal und elegant mit nur den nötigsten Funktionen möchten oder lieber das Nonplusultra an Technik bevorzugen, egal, wie groß das Gerät dadurch ausfällt - unter der riesigen Bandbreite gilt es, den für Sie optimalen Tracker zu finden.

Für unsere Kaufberatung haben wir aktuelle Modelle in fünf Kategorien eingeteilt, je nachdem, welchen Ansprüchen die Fitnesstracker gerecht werden. Außerdem geben wir allgemeine Tipps für die richtige Wahl. So steht Ihrem nächsten Workout nichts mehr im Weg.

Tragevarianten: Armband oder lieber Clip?

Wer sich einen Fitnesstracker zulegen möchte, muss sich zuerst entscheiden, ob er das Gerät als Clip oder als Armband tragen möchte. Beide Tragevarianten haben Vor- und Nachteile: Die große Mehrheit der Tracker lässt sich wie eine Uhr am Handgelenk tragen. Das macht den Einsatz eines Herzfrequenzmessers möglich, da der Sensor den Puls am Handgelenk ermitteln kann.

Ein Nachteil dieser Tragevariante ist jedoch, dass Sie an der Stelle unter dem Armband vor allem im Sommer leicht schwitzen. Und Sie müssen den Tracker ab und zu reinigen. Dafür bieten manche Tracker die Möglichkeit, das Armband zu wechseln, etwa bei der aktuellen Fitbit-Generation sowie beim Samsung Charm. Günstige Wechselarmbänder von Drittanbietern gibt es beispielsweise für die Fitbit-Tracker bereits ab 10 Euro.

Wenn Sie einen Tracker mit Armband bevorzugen oder auch nur ein Wechselarmband suchen, sollten Sie vor dem Kauf unbedingt einen Blick auf die Schließe werfen. Ein herkömmlicher Uhrenverschluss ist am einfachsten zu bedienen. Manche Hersteller setzen jedoch auch auf andere Lösungen, die zum Teil sehr schwergängig sind. So fanden wir etwa die Verschlüsse einiger Fitbit-Tracker sowie beim Jawbone Up3 nicht sehr gelungen, weil sehr hakelig.

Produkt

Withings Pulse Ox

Spire Spire

Bragi The Dash

Tomtom Touch

Misfit Swarovski Activity Crystal

Anzeige von Uhrzeit / Datum / Akkustand

ja / nein / nein

nein / nein / nein

nein / nein / nein

ja / nein / nein

ja / nein / nein

Besonderheiten (Auswahl)

Sauerstoffgehalt im Blut

Atmung, Meditationen, kabelloses Laden

Radfahr- und Schwimmfunktion, Musik Player

Körperfett und Muskel- masse

Swarovski-Kristalle, Wettkämpfe

Nahrungs- erfassung über Hersteller-App

nein

nein

nein

nein

ja

Bedienung

Display, Taste

App

App, Touchsensor

Display

Ap

Für alle, die keinen Armbandtracker tragen wollen, ist ein Clip eine gute Alternative. Die Geräte lassen sich nahezu unsichtbar am Hosenbund oder am T-Shirt befestigen. Der Nachteil an Clips: Die Gefahr ist groß, den Tracker zu verlieren. Außerdem bieten Clip-Varianten meist nur rudimentäre Funktionen. Dafür sind sie jedoch meist wasserdicht. Doch dazu später an anderer Stelle mehr.

Wer sich hinsichtlich der Tragevariante nicht festlegen möchte, kann ein Modell wählen, das nur aus einem "Core", dem Kern, besteht. Dieser lässt sich variabel in Armbänder, Armspangen und Anhänger einsetzen. Allerdings ist das Angebot von derart flexiblen Trackern recht gering - so gibt's den Mitfit Ray oder den Fitbit Flex 2 . Und es kann sein, dass bei einer Tragevariante nicht alle Funktionen des Trackers zur Verfügung stehen. Informieren Sie sich also am besten im Voraus darüber.

Besitzt ein Fitnesstracker einen Herzfrequenzmesser, sorgen die erhobenen Daten auch für genauere Kalorienwerte.
Besitzt ein Fitnesstracker einen Herzfrequenzmesser, sorgen die erhobenen Daten auch für genauere Kalorienwerte.
Foto: Fitbit

Handhabung: Bedienelemente und Schnittstellen

Die Aufgabe eines Fitnesstrackers besteht darin, Ihre Aktivität zu erfassen, also die Anzahl der getätigten Schritte, die zurückgelegte Strecke, die verbrauchten Kalorien und anderes mehr. Er kann Sie aber auch dazu anhalten, Ihre Tagesziele zu erreichen. Dazu reicht es oft, den Fortschritt im Blick zu behalten: Da dreht man dann schon noch ein paar Runden um den Tisch oder den Häuserblock, um die letzten Schritte etwa zum 10.000er-Ziel zu absolvieren. Optimalerweise besitzt ein Tracker also ein Display, auf dem er alle wichtigen Daten einblendet. Die Anzeige sollte sich ferner anpassen lassen, so dass Sie jeweils die Infos ablesen können, die Ihnen wichtig sind. Und keine Angst vor unbefugten Blicken: In der Regel wird das Display erst bei der klassischen Bewegung für den Blick auf die Armbanduhr aktiv, zeigt Ihre Fitnessdaten also nicht ständig für alle Umstehenden an. Das schont auch den Akku. Manche Tracker sind jedoch so schmal, dass kein Display darauf Platz hat. Diese Modelle zeigen Ihren Fitnessfortschritt dann über eine Reihe LEDs an. Je näher Sie Ihrem Ziel sind, desto mehr LEDs leuchten auf. Diese Lösung ist zwar nicht so aussagekräftig wie ein Display, eignet sich aber sehr gut für wasserfeste Tracker wie den Fitbit Flex 2.

Die Verbindung zum Smartphone stellen Sie bei Fitnesstrackern per Bluetooth LE her. Zum Koppeln benötigen Sie die dazugehörige App und einen Code, den Ihnen entweder der Tracker mitteilt oder der Hersteller anderweitig zukommen lässt. Einmal eingerichtet und konfiguriert, synchronisiert sich der Tracker später automatisch mit der App.

Besitzen Sie kein Smartphone, oder möchten Sie eine Alternative zum Abgleich mit dem Mobilgerät, können Sie die meisten Tracker auch mit dem PC verbinden. Dazu ist dann ein Bluetooth-Dongle nötig, der dem Tracker entweder beiliegt oder den Sie extra dazukaufen müssen. Ihre Daten landen dann auch in der Herstellercloud, den Zugang erhalten Sie per Browser über ein Webinterface.