Oracle CRM

Web 2.0

Firmen unterschätzen den Wert von Netzwerkdaten

18.11.2009
Von 
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Foren, Blogs, Communities: Das Web 2.0 wird zum Eldorado für Social CRM. Durch die Analyse sozialer Netze im Kundenstamm können Unternehmen wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Dabei ist der Aufwand oft überschaubar und geringer als viele vermuten.
Moderne Data- und Text-Mining-Verfahren ziehen aus Netzwerkdaten wertvolle Informationen für Unternehmen, sagt das Berliner Beratungshaus Mayato GmbH.
Moderne Data- und Text-Mining-Verfahren ziehen aus Netzwerkdaten wertvolle Informationen für Unternehmen, sagt das Berliner Beratungshaus Mayato GmbH.
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Immer mehr Menschen tauschen sich im Netz aus - auch über ihre Meinungen zu Firmen, Produkten und Marken. Laut aktuellen Bitkom-Zahlen waren im dritten Quartal 2009 deutschlandweit jeden Monat 25,4 Millionen Nutzer in sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing aktiv, Tendenz steigend. Hinter diesen Zahlen verbergen sich enorme Datenbestände, die Unternehmen mittels moderner Data- und Text-Mining-Verfahren wertvolle Informationen liefern könnten. Web 2.0-Daten können beispielsweise dabei helfen, Schlüsselfiguren wie Meinungsbildner im Kundenbestand zu identifizieren und gezielter im Marketing zu berücksichtigen. In einem neuen Strategiepapier untersucht das Berliner Beratungshaus Mayato GmbH die Möglichkeiten, soziale Netze im Kundenstamm zu analysieren.

Überschaubarer Aufwand

Beziehungen zwischen Kunden lassen sich in Marketing und Risiko-Management sowie in der Kundenwertsteuerung nutzen. "Für die Untersuchung dieser Beziehungen sind heute bereits vielfach Informationen vorhanden", erklärt Mayato-Analyst und Whitepaper-Autor Peter Gerngross (siehe Grafik). Im Bankenumfeld beispielsweise boten sich Daten zu Gemeinschaftskonten, Bevollmächtigungen und Freistellungsauftragspartnern an. Telekommunikationsanbieter könnten Verbindungsdaten nutzen.