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Fiorina: Integration wird der Knackpunkt

04.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die HP- und vielleicht auch bald Compaq-Chefin Carleton "Carly" Fiorina hat heute im Rahmen der Pressekonferenz zur geplanten Fusion beider Unternehmen erklärt, deren Wohl oder Wehe hänge vor allem davon ab, ob die Integration beider Organisationen gelinge. "Kein Zweifel, das wird kompliziert", gestand die Topmanagerin. HP und Compaq sei klar, "dass der Wert darin liegt, wie gut wir dies hinbekommen".

Beide Konzerne sind aus Sicht von Fiorina ähnlich organisiert, und auch die jeweiligen Vertriebsmannschaften seien "ziemlich gleich" strukturiert. In den Bereichen Service, Software und Storage gebe es jedoch allerhand zu tun. Thomas Kraemer, Analyst bei Merrill Lynch, bescheinigte der HP-CEO (Chief Executive Officer) dann auch, vor beiden Unternehmen liege eine "wahrhaft herkuleische Integrationsaufgabe". Andreas Zilch, Vice President der META Group, erwartet in diesem Zusammenhang gravierende Auswirkungen auf Markt und Wettbewerb: "Ein gefundenes Fressen für die Konkurrenten, die jetzt bei den Anwendern Unsicherheit streuen und eigene Produkte als zukunftssicher positionieren können."

Weiteres Licht ins Dunkel der Motive des geplanten Deals, der - und das kann zurzeit nicht oft genug betont werden - noch der Zustimmung der Kartellbehörden bedarf, sollten eine Sammlung von FAQ (Frequently Asked Questions) sowie eine Mitteilung an die Kunden bringen. Diese wollte HP um 18 Uhr MEZ veröffentlichen, die Dokumente sind aber bisher nicht verfügbar.