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Finanzierung von Communicants Chipfabrik ist gesichert

14.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach monatelanger Zitterpartie ist die Finanzierung der geplanten Chipfabrik von Communicant endgültig gesichert. Wie ein Sprecher des Unternehmens aus Frankfurt (Oder) mitteilte, haben nun mit der Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB), dem Chiphersteller Intel und der Dubai Airport Freezone Authority alle Investoren die Verträge unterschrieben. Mit von der Partie ist außerdem das Frankfurter Institut für Halbleiterphysik (IHP), das die Technologie der - unter anderem - geplanten Silizium-Germanium-Chips beisteuert. Die Gruppe schießt 374 Millionen Euro in das Startup, insgesamt soll die Fabrik rund 1,5 Milliarden Euro kosten. Communicant ist zuversichtlich, bereits im Sommer dieses Jahres den Grundstein zu legen. Im Herbst nächsten Jahres soll das Chipwerk geöffnet werden. Das Prestigeprojekt soll rund 1300 Arbeitsplätze schaffen.

Zuvor müssen die Betreiber allerdings noch mit einigen bürokratischen Hürden kämpfen. So steht unter anderem die Genehmigung der EU-Wettbewerbskommission für eine staatliche Hilfe aus. Das Land Brandenburg will rund 357 Millionen Euro zu dem Projekt beisteuern, zusätzlich zu der Beteiligung an dem Unternehmen in Höhe von 38 Millionen Euro. Laut Communicant wird die EU-Kommission erst nach der Sommerpause eine Entscheidung treffen. Außerdem verstößt der Bau nach Ansicht der Brüsseler Behörde gegen das europäische Umweltrecht. Neben dem Finanzierungsantrag steht daher noch eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung auf dem Programm. (mb)