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Filmindustrie verklagt Anbieter von DVD-Kopierprogrammen

20.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der amerikanische Verband der Filmindustrie MPAA (Motion Picture Association of America) hat die US-Firma 321 Studios wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen verklagt. Das Unternehmen bietet die Programme "DVD X Copy" und "DVD Copy Plus" an, mit denen sich DVDs vollständig kopieren oder Inhalte auf CDs übertragen lassen. Die MPAA will den Vertrieb der Software verbieten lassen. Außerdem soll 321 Studios alle aus dem Verkauf der Programme erzielten Einnahmen als Schadenersatz zahlen. Her Hersteller hat eigenen Angaben zufolge bislang 150.000 Kopien an den Kunden gebracht.

Die Filmindustrie und 321 Studios streiten sich bereits seit April 2002. Damals wollte die Firma die MPAA verklagen, um einem Prozess des Verbandes zuvorzukommen. Ein Gericht sollte klären, ob das zuerst auf den Markt gebrachte DVD Copy Plus gegen US-Urheberrecht verstößt. Die Software knackt die DVD-Verschlüsselung CSS (Content Scrambling System) nicht, sondern fängt Video- und Audio-Streams ab, nachdem die Daten durch die Decodiermechanismen des DVD-Players gelaufen sind. (lex)