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Filmindustrie prangert Raubkopierer als Verbrecher an

28.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – "Raubkopierer sind Verbrecher – eine Initiative zum Schutz des Originals": Unter diesem Motto haben Verbände der Film- und Videowirtschaft eine Kampagne gegen das illegale Kopieren und Verbreiten von Filmen gestartet. Mit dem provozierenden und aggressiven Slogan solle ein Unrechtsbewusstsein geschaffen werden, so die Absicht der Branchenvertreter. Dieses sei bei den meisten Raubkopierern kaum vorhanden. Man müsse allen Beteiligten den illegalen Charakter von Raubkopien klarmachen. Die Kampagne soll ferner Aufsehen in der Öffentlichkeit erregen und damit deutlich machen, dass die Filmbranche das Thema illegale Kopien forscher angehen werde als beispielsweise die Musikindustrie. Durch illegale Kopien sei der deutschen Film- und Videowirtschaft im vergangenen Jahr ein Schaden von 800 Millionen Euro entstanden, klagen die Verbände. Der Trend scheint sich im laufenden Jahr fortzusetzen. Laut einer Studie der Filmförderungsanstalt wurden in den ersten acht Monaten 2003 allein in Deutschland rund 30 Millionen Spielfilme auf CDs und DVDs gebrannt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um über zehn Prozent. Die Kampagne soll Mitte Dezember mit TV- und Kino-Spots sowie mit Plakataktionen anlaufen und etwa zwei Jahre dauern. (ba)