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Filmindustrie kooperiert mit Bittorrent-Erfinder Bram Cohen

23.11.2005
Die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Filmindustrie sieht vor, dass auf Bittorrent.com Links auf urheberrechtlich geschützte Filme entfernt werden. Dies schließt die dort verfügbare Suchmaschine mit ein.

"Eine Hand, die du nicht abschlagen kannst, musst du schütteln", dachte sich die amerikanische Filmindustrie und schloss eine Kooperation mit Bram Cohen. Er betreibt die Website Bittorrent.com und hat ein gleichnamiges Werkzeug zum Laden von Filmen aus dem Internet entwickelt. Beides machen sich Web-Aktivisten zunutze, um Fragmente von Filmen, die auf unterschiedlichen Rechnern im Netz liegen, zu laden und zusammenzufügen. Nin hat Cohen versprochen, seine Seite und Site-Suche so anzupassen, dass Anwender keine Verweise auf Filmmaterial finden, auf denen ein Copyright liegt.

Transfers über Peer-to-Peer-Netze machen nach Studien in den USA einen erheblichen Anteil des Traffic aus (siehe Peer-to-peer-Traffic dominiert das Netz).

Der Softwareexperte Cohen hat aus seiner Idee ein Geschäft gemacht und im Juni dieses Jahres eine Firma gegründet (siehe BitTorrent-Erfinder will Geld verdienen).

Ob die Motion Picture Association of America (MPAA) damit ihr Ziel erreicht, illegale Film-Downloads einzudämmen, ist fraglich. Schließlich besitzen bereits viele Netznutzer das Programm und kommen auch über andere Sites oder Suchdienste an ihr Ziel. Zudem gibt es mit edonkey Alternativen. (fn)