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Fehlerhafte Geschäftsberichte - AOL zahlt Strafe

16.05.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltweit größte Online-Dienst AOL muss wegen fehlerhafter Geschäftsberichte eine Geldstrafe in Höhe von 3,5 Millionen Dollar zahlen. Darauf einigten sich gestern das Unternehmen und die US-Börsenaufsicht SEC (Security and Exchange Commission). AOL hatte in den Jahren 1995 und 1996 die Kosten für Werbung neuer Kunden nicht als Ausgaben sondern auf der Haben-Seite verbucht. Durch diese Praxis konnte der Online-Gigant in sechs von acht Fiskalquartalen dieses Zeitraums positive Geschäftsbilanzen schreiben. Ein AOL-Sprecher versicherte, dass die Geschäftsberichte seit 1997 von Fehlern bereinigt sind.