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FDP will mit Banner-Werbung die Kassen füllen

20.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die FDP sucht derzeit offenbar nach Wegen, sich neuen Finanzquellen für den kommenden Wahlkampf zu erschließen, der für ihren designierten Vorsitzenden Guido Westerwelle "der teuerste aller Zeiten" werden wird. Einem Bericht von Spiegel Online zufolge erwägen die Liberalen als erste der etablierten Parteien in Deutschland, Werbe-Banner auf ihren Webseiten zu platzieren. Nach Aussage von Parteisprecher Wulf Oehme sei bereits bei 50 Unternehmen angefragt worden, ob sie auf der FDP-Homepage Anzeigen schalten wollen. Nähere Angaben zu Firmennamen oder der Resonanz machte der Sprecher nicht. Die angestrebte Verbindung von Kommerz und Politik betrachtet Oehme als unproblematisch. Die Sicht der Parteiführung stütze sich auf ein rechtliches Gutachten, wonach Werbung im Web mit Print-Anzeigen in der Mitgliederzeitschrift vergleichbar sei. Angesichts der stark rückläufigen Anzeigenkonjunktur im Web dürfte sich mit Bannerwerbung allerdings keine goldene Nase verdienen lassen. So gibt es laut Oehme bei den Erlösen auch keine Zielvorgaben.