Fade Rechner - Hersteller suchen neue Ideen

23.08.2004
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Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Der nächste Abschwung im PC-Markt zeichnet sich ab, denn inzwischen treten Privatkunden auf die Investitionsbremse. Hersteller haben es versäumt, Computer interessanter zu machen. Das Massengeschäft bietet nur noch karge Gewinnspannen.

Mit dem "Disney-PC" legt Medion eine Kleinserie für Kinder auf und hofft, dass sich daraus eines Tages eine Großserie entwickelt. Fotos: Frogdesign

Seit dem Ende des Branchenbooms anlässlich der Jahr-2000-Umstellung funktioniert der PC-Markt nach zwei einfachen Grundsätzen: Phasenweise läuft das Geschäft weniger schlecht; meistens läuft es richtig schlecht.

Auf drei Jahre Krise kam zuletzt ein Jahr Erholung - für viele Hersteller ist das zu wenig zum Überleben. Auch aus diesem Grund sind Angestellte und Manager in der PC-Industrie nicht um ihren Job zu beneiden; hinzu kommt, dass es in der IT-Branche immer noch kaum ein Gerät gibt, das langweiliger als ein schlichter Desktop-Rechner ist - von Netzwerk-Hubs vielleicht einmal abgesehen. Allerdings drängt sich der Verdacht auf, dass die beiden Faktoren - gepflegte Langeweile und Branchenkrise - in einem wie auch immer gearteten Verhältnis zueinander stehen.

"Mittelalterliches" Marketing