Neuentwicklung bei Fujitsu:

Facom A basiert auf Lisp

27.07.1984

TOKIO (CWIN) - Facom A, einen Computer auf Lisp-Basis, stellte jetzt die Fujitsu Ltd. vor. Der Rechner wurde an der Universität von Tokio für Artificial-Intelligence-Anwendungen

entwickelt. Nach Aussage des Herstellers läßt sich der neue Prozessor mit Mainframes der

M-Serie des Herstellers und Superminicomputern der S-3000-Serie verbinden. Benutzer könnten folglich auf Datenbank- und japanische Textverarbeitungsfunktionen dieser beiden Produktfamilien zugreifen.

Bei Facom handelt es sich nach Aussage eines Fujitsu-Sprechers um eine der schnellsten Maschinen auf Lisp-Basis. Charakteristisch für die Architektur seien ein Hochgeschwindigkeitsspeicher, ein sehr schneller Zugriff auf Daten sowie ein besonders leistungsstarker Compiler. Facom arbeite viermal schneller als Symbolics 3600.

Als Hauptspezifikationen der Maschine nennt der Anbieter einen Maschinenzeitzyklus von 16 Nanosekunden, 16 MB virtuellen Speicher, 8 MB Realspeicher und eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von 1 MB pro Sekunde.

Facom A wird voraussichtlich im Frühjahr 1985 zum Preis von 110 000 Dollar auf den Markt kommen. Ein Facom A/S-3300-System soll etwa 264 000 Dollar kosten. Innerhalb von drei Jahren will Fujitsu 200 Systeme verkaufen.