3D-Sensing

Face ID: Apple hat mindestens zwei Jahre Vorsprung

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Anders als die Konkurrenz setzt Apple bei der Gesichtserkennung auf dreidimensionale Abbilder des Gesichts. Die Wettbewerber können erst 2019 nachholen.

Vorsprung: Mit Micro-LED wird Apple vermutlich wieder ein Pionier sein, OLED-Bildschirme hatten bereits andere Hersteller vor dem iPhone X auf den Smartphonebildschirm gebracht. Wo Apple aber derzeit eine technologischen Vorsprung hat, ist die 3D-Gesichtserkennung.

Das Kamera-System im iPhone X
Das Kamera-System im iPhone X

Gewiss konnten schon andere Telefone ihren Besitzer anhand des Gesichts erkennen, nutzen dafür aber nur zwei Dimensionen, während die Face ID als einzige Technologie auf dem Markt die Tiefe des Raumes nutzt. Der technologische Vorsprung bedeutet einen Wettbewerbsvorteil und laut eines Reuters-Berichts wird Apple auch noch einige Zeit unangefochten bleiben. Denn Konkurrenten wie Samsung, Huawei und Xiaomi haben vor allem Probleme, an die benötigten Komponenten der 3D-Technologie zu kommen.

Das wird laut der Zulieferer Viavi Solutions Inc, Finisar Corp und Ams AG auch bis 2019 so bleiben, erst dann löse sich der Flaschenhals in der Lieferkette an dieser Stelle auf. Apple hätte dann bereits einen Vorsprung von zwei Jahren gegenüber der Konkurrenz. Nicht nur in Sachen Sicherheit ist 3D-Gesichtserkennung wichtig, auch AR-Anwendungen profitieren von der Technik und erlauben ganz neue Erlebnisse beim Shopping und Gaming. Die Marktforscher von Gartner glauben, dass im Jahr 2021 40 Prozent der Smartphones mit 3D-Kameras ausgestattet sein werden. (Macwelt)