Matsushita-Supercomputer als Preisbrecher

Extrem kleiner Rechner soll in fünf Jahren 100 Gflops bringen

07.09.1990

TOKIO (CW) - Die Matsushita Electric Industrial Co. Ltd. plant, die Supercomputer-Hersteller das Fürchten zu lehren: Ihr gemeinsam mit der Kyoto-Universität entwickelter "Adena 256"-Rechner soll in einer späteren Entwicklungsstufe bis zu 100 Gflops erreichen.

Wie die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" berichtet, soll eine Testproduktion des Supercomputers bereits dieses Jahr anlaufen. In den nächsten Jahren werde der etwa eine Million Dollar teure Rechner dann vermerktet.

Mit diesem Preis würde Matsushita heutige Konkurrenzprodukte um den Faktor 10 unterbieten. Zudem soll der Superrechner nur einen Raum von einem Kubikmeter einnehmen, womit er nur ein Zwanzigstel der Größe momentaner Größtrechner einnähme und mit Minicomputern vergleichbar sein würde.

Der Wirtschafts-Nachrichtendienst vwd will darüber hinaus wissen, daß Matsushita im Zeitraum der nächsten fünf Jahre einen Superrechner auf der "Adena"-Basis entwickeln will, der sogar 100 Gflops Rechenleistung realisieren soll.

Schwachpunkt des ehrgeizigen Projektes scheint die Verfügbarkeit kommerzieller Software zu sein. Das Unternehmen konzertierte, daß es erheblich weniger Anwendungen für den Adena-Computer gäbe als für bekannte Konkurrenzprodukte. An dem Problem wolle man jedoch ebenfalls arbeiten, teilte ein Unternehmenssprecher mit.