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Experten prüfen PDF als Standard für Langzeitarchivierung

28.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein internationaler Normausschuss prüft derzeit die Möglichkeit, das von Adobe entwickelte Portable Document Format (PDF) zum Standard für die Langzeitarchivierung sowie für den Datenaustausch von Verträgen und anderen Dokumenten zu machen. Nach Angaben der AIIM (Association for Information and Image Management) ist dabei zu klären, ob und in welcher Form PDF-Dateien in Büchereien, Archiven und Regierungsdokumentationen eingesetzt werden können.

Zum Betrachten von PDF-Dateien stellt Adobe den kostenlosen Acrobat-Reader zur Verfügung. Auch Open-Source-Tools wie Ghostscript/Ghostview können mit dem auf Postscript basierenden Format umgehen. Für den Einsatz in der Archivierung spreche zudem, dass sich neben Text auch Rasterbilder und Vektor-Grafiken in Dokumente integrieren lassen. Außerdem bietet das Format Verschlüsselungsmöglichkeiten. Unklar sei dagegen, ob PDFs auch in 20 oder 50 Jahren noch verarbeitet werden können. Das ist für die Langzeitarchivierung jedoch unverzichtbar, so die AIIM.

Unternehmen und Institute, die bei den Prüfungen des PDF-Formats mitwirken möchten, können sich bei der AIIM anmelden. (lex)