Nazi-Devotionalien

Ex-Yahoo-Chef freigesprochen

28.02.2003
MÜNCHEN (CW) - Ein Pariser Gericht hat entschieden, dass der frühere Yahoo-Chef Tim Koogle nicht dafür belangt werden kann, dass auf Yahoo-Seiten verbotene Nazi-Devotionalien versteigert wurden.

Bereits vor drei Jahren hatten Menschenrechtler und Holocoust-Überlebende aus Frankreich den Online-Anbieter verklagt. Sie warfen ihm vor, Nazi-Objekte wie Flaggen oder Hakenkreuz-Armbinden angeboten zu haben.

Die französische Justiz entschied, dass weder Koogle noch dem Unternehmen die Rechtfertigung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt werden kann.

Anfang 2001 hatte Yahoo Webseiten, die Nazi-Objekte versteigerten, gesperrt. Derzeit werden lediglich Münzen, Briefmarken und Fahrkarten aus dem Dritten Reich gehandelt. (ho)