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Europas Verwaltungen investieren ordentlich in IT

03.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Schätzung der Marktforscher von IDC werden die IT-Investitionen westeuropäischer Regierungen und Verwaltungen bis zum Jahr 2009 auf ein Volumen von 49 Milliarden Dollar wachsen. Das entspricht den Auguren zufolge einem gemittelten jährlichen Plus von 5,3 Prozent, das über dem des gesamten IT-Markts von 4,5 Prozent liegt. Das Marktvolumen für 2004 beziffert IDC mit 38 Milliarden Dollar.

Das stärkste Wachstum erwartet das Institut von lokalen Behörden, deren Investitionsvolumen von 18,7 auf 24,8 Milliarden Dollar steigen soll (CAGR 5,8 Prozent). Die Ausgaben der Zentralregierungen sollen im Jahresmittel hingegen nur um 4,8 Prozent zulegen.

Die in diesem Marktsegment aktiven Anbieter müssten Lösungen bereitstellen, die die Transformation von Geschäftsprozessen unterstützen, erklärte Massimiliano Claps, Program Manager IDC European Vertical Markets. Hersteller, die Initiativen im Bereich Bereitstellung elektronischer Services unterstützten, sollen demnach Bürger-zugewandte Techniken (Portale, Call Center etc.) mit Lösungen verknüpfen, die alle Prozesse sicher und individuell abwickeln können.

Die Verknüpfung zwischen Front- und Backend werde CRM (Customer Relationship Management) mit umfangreichen Case-Management-Fähigkeiten sowie Werkzeugen zur Verwaltung von Dokumenten und Einträgen sicherstellen. Anbieter, die sich auf das Backoffice-Reengineering fokussieren, müssen laut Claps traditionelle Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie Personalwesen mit Business Intelligence und analytischen Tools kombinieren, mit denen sich künftige Verwaltungsaktivitäten planen und prüfen ließen. (tc)