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Europas Banken investieren Millionen in E-Banking

15.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Europäische Banken gaben im vergangenen Jahr 362 Millionen Dollar für die Implementierung von Online-Banking-Lösungen aus. Im Jahr 2004 werden sie jährlich rund 1,4 Milliarden Dollar für ihre Internet-Dienstleistungen ausgeben. Dies geht aus der Studie "The Future of E-banking in Europe" der britischen Marktforschungsgruppe Datamonitor hervor. Aufgrund des E-Commerce-Booms werden sich die Banken jedoch schwer tun, kontinuierlich und mit gleicher Geschwindigkeit neue Funktionalitäten und Internet-Services einzuführen, heißt es weiter. Daher haben Banken bereits damit begonnen, externe Support-Leistungen in Anspruch zu nehmen. Im Jahr 2004 werden sie den Auguren zufolge 850 Millionen der 1,4 Milliarden Dollar in externe Dienstleister investieren. Das Outsourcing der Online-Banking-Lösungen wird laut Datamonitor eine neue Species von Unternehmen, sogenannte "Web Shops",

hervorbringen, die vor allem Beratungs- und Support-Dienste liefern.

Britische Banken gaben gemäß der Studie im vergangenen Jahr mit 99 Millionen Dollar am meisten Geld für Online-Lösungen aus. Auch in fünf Jahren wird Großbritannien mit 395 Millionen Dollar die Liste der europäischen Top-Investoren anführen. Auf Platz zwei folgen die deutschen Geldhäuser, die 1999 ganze 88 Millionen Dollar in E-Banking-Dienste investierten. Frankreich liegt mit 69 Millionen Dollar auf Platz drei. In fünf Jahren werden die Franzosen mit jährlichen Ausgaben von 271 Millionen Dollar die Deutschen überholen, die mit Investitionen von 243 Millionen Dollar auf Platz drei zurückfallen.