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Europäische PC-Zahlen alarmieren die Branche

22.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das vierte Quartal 2000 entpuppte sich für die europäische PC-Branche als das schlechteste der vergangenen vier Jahre. Die verkauften PC-Stückzahlen legten gegenüber dem vierten Quartal 1999 um lediglich 6,9 Prozent auf 10,7 Millionen zu. Dies geht aus einer vorläufigen Erhebung des britischen Marktforschungsunternehmens Context hervor. Im vierten Quartal 1999 belief sich die Wachstumsrate gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum trotz der geringeren Investitionen aufgrund des Jahr-2000-Problems noch auf 11,7 Prozent, in den Jahren 1998 und 1997 lagen die Werte jeweils bei über 20 Prozent.

Context geht von einer grundlegenden Verlagerung im Markt aus. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von alternativen Internet-Zugangsgeräten wie Mobiltelefonen und Settop-Boxen könnte der PC-Markt in Europa schneller gesättigt sein, als zunächst erwartet - und dies, obwohl wesentlich weniger Europäer als Amerikaner einen PC besitzen. Während in Großbritannien schätzungsweise jeder dritte Haushalt einen Rechner aufweist, kommt in den USA auf jeden zweiten ein Computer.

Den vorläufigen Zahlen von Context zufolge belegte Compaq im vierten Quartal 2000 in Europa mit einem Marktanteil von 13,8 Prozent Rang eins in der PC-Verkaufsskala. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Fujitsu Siemens mit neun Prozent und Dell mit acht Prozent.