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EU will noch in diesem Jahr eine vorläufige Entscheidung im Microsoft-Kartellverfahren finden

28.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Kartellverfahren gegen Microsoft wegen der Verknüpfung von Anwendungssoftware und Betriebssystem will die Europäische Kommission bis zum Jahresende zu einem vorläufigen Ergebnis kommen. Das sagte der Generalsekretär der Generaldirektion Wettbewerb, Philip Lowe. Die Untersuchungen würden noch laufen. Die Wettbewerbskommission untersucht, inwieweit Microsoft seine marktbeherrschende Stellung im Betriebssystemmarkt ausgenutzt hat, um Erfolge von Konkurrenten im Bereich Anwendungssoftware, zum Beispiel beim "Media Player", zu vereiteln.

Allerdings werde die Kommission abwarten, welche Kartellprobleme sich durch das US-Verfahren gegen Microsoft erledigen, sagte Lowe. Mit einer Entscheidung im amerikanischen Kartellverfahren wird jederzeit gerechnet. Neun US-Bundesstaaten klagen zurzeit noch gegen die Geschäftspraktiken des größten Softwareherstellers der Welt.