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EU weist Infineon-Beschwerde ab

24.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Europäische Kommission hegt nicht die Absicht, eine Untersuchung gegen möglicherweise unrechtmäßig subventionierte Speicherchip-Hersteller aus Südkorea in die Wege zu leiten. Damit weist die Kommission indirekt ein Beschwerde des Münchner Chipherstellers Infineon ab. Das Unternehmen hatte eigenen Angaben zufolge bei der EU eine Beschwerde über wettbewerbsverzerrende Massnahmen der Südkoreaner eingereicht.

Zu der Beschwerde wollte die Europäische Kommission keine Stellung nehmen und betonte lediglich, dass es keine Untersuchung gegen die Hersteller aus Südkorea gebe. Im Lager der südkoreanischen Chiphersteller riefen die Infineon-Vorwürfe Unverständnis hervor, man erhalte keine Subventionen von der Regierung. Im Gegenzug halten die Hersteller aber Infineon vor, von der Bundesregierung finanzielle Hilfen erhalten zu haben. (hi)