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EU untersucht UMTS-Kredite an Telcos

29.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bankenaufsicht der Europäischen Union hat angekündigt, Großkredite von zusammen knapp 200 Milliarden Euro an europäische TK-Konzerne zu prüfen. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge befürchten die Kontrolleure, dass speziell im Zuge der Finanzierung von UMTS-Lizenzen zu viel Geld in diesen Sektor geflossen ist. Falls die Telekommunikationsbranche in eine wirtschaftliche Schieflage geriete, könnte dies weiterreichende ökonomische Probleme heraufbeschwören, so Brüssel. Die Folgen der Untersuchung sind noch nicht abzusehen. Denkbar wäre unter anderem, dass die am stärksten involvierten Banken aufgefordert werden, ihre Kreditvergabe an Telcos einzuschränken. Für die Carrier wäre dies fatal - sie benötigen noch mehr als 100 Milliarden Euro, um die geschätzten Kosten von 160 Milliarden Euro für den Bau der UMTS-Mobilfunknetze zu finanzieren.