EU-Standard

EU prüft Gesetz für einheitliche Smartphone-Ladegeräte

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Mit dem gleichen Ladegerät ein iPhone, ein Nokia-Smartphone und ein Galaxy aufladen? Bis jetzt ein Traum.

Initiative: Ladegeräte lassen sich nicht vereinheitlichen. Die freiwillige Verpflichtung von 14 Firmen aus dem Jahr 2009 – Apple und Samsung waren auch dabei – ein einheitliches Format für Stromadapter von Handys zu schaffen, hat nicht gegriffen. Im Jahr 2012 lief sie aus und anstatt auf Micro-USB umzusteigen, führte Apple in jenem Jahr seinen proprietären Standard Lightning ein.

Apples Lightning ist auch proprietär.
Apples Lightning ist auch proprietär.

Die EU-Kommission will nun laut eines Reuters-Berichts überprüfen, ob ein Gesetz notwendig werden könnte, das Hersteller zu einem einheitlichen Standard zwingt. Das Verfahren dürfte sich aber über derart lange Zeit hinziehen, dass die heute neuen Methoden bis dahin schon wieder veraltet sein werden. Für Lightning etwa gibt es heute nach wie vor viele gute Gründe, mit dem Aufkommen induktiven Ladens könnte sich das Kabel aber in einigen Jahren als überflüssig erweisen.

Das EU-Parlament hat sich bereits 2014 auf einen Gesetzentwurf zu der einheitlichen Ladebuchse für Smartphones geeinigt, allerdings blieb es bei einem Vorsatz. (Macwelt)