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EU-Kommission untersucht Roaming-Gebühren in Europa

10.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der Suche nach überzogenen Preisen nehmen die Kartellwächter der European Regulators Group (ERG) erneut die von Mobilfunkbetreibern für die Nutzung ausländischer Handy-Netze erhobenen Roaming-Gebühren ins Visier. Wie die Gruppe bekannt gab, haben die nationalen Regulierungsbehörden am gestrigen Donnerstag Fragebögen an Mobilfunkanbieter in der ganzen EU geschickt. Von den abgefragten Kerndaten zum Roaming erhofft sich die ERG Aufschlüsse darüber, ob sie den Wettbewerb im Markt durch weitere Maßnahmen sicherstellen muss. Erste Erkenntnisse der Untersuchung will der Verband im Mai 2005 präsentieren. Die EU-Kommission hegt bereits seit mehreren Jahren den Verdacht, dass Mobilfunkunternehmen im Ausland überzogene Roaming-Gebühren für die Nutzung ihrer Netze in Rechnung stellen. Seit Ende Juli diesen Jahres läuft bereits ein entsprechendes EU-Wettbewerbsverfahren gegen die beiden britischen Mobilfunkunternehmen Vodafone und mmO2. (mb)