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EU-Kommission stellt CD-Ermittlungen ein

20.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die europäische Kommission hat ihre Ermittlungen wegen vermuteter Preisabsprachen zwischen den fünf weltweit größten Musikkonzerne und dem europäischen CD-Handel eingestellt. Die seit Januar laufenden Untersuchungen konzentrierten sich auf die Unternehmen EMI, BMG, Warner, Sony und Universal Music Group. Die europäische Kommission vermutete, dass die Konzerne mit CD-Händlern Vereinbarungen über Mindestpreise trafen. Entsprechende Marketing-Verträge hätte es in drei Fällen in Deutschland zwar gegeben - die Aktionen seien indes jetzt ausgelaufen und es gebe keinen Handlungsbedarf mehr.

Da sich mögliche Verletzungen des Wettbewerbsrechts nun auf einzelne Mitgliedsstaaten der EU beschränkten, sei es auch Sache dieser Länder, die Verstöße national weiter zu verfolgen. Weiterhin im Visier hat die Kommission jedoch die Filmindustrie. Auch hier werden Preisabsprachen vermutet. Die Untersuchungen laufen seit Juni (Computerwoche online berichtete). Geklärt werden soll laut EU-Kommissar Mario Monti dabei auch, ob das Ländercode-System bei DVDs rechtmäßig ist. Beispielsweise würde dadurch verhindert, dass Kunden aus der EU sich DVDs in den USA kaufen könnten und damit in den Genuss einer größeren Auswahl zu günstigeren Preisen gelangen.