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EU-Gericht anulliert Sony-BMG-Fusion

14.07.2006
Ein europäisches Gericht hat die Fusion der Musiksparten von Sony und Bertelsmann aus dem Jahr 2004 für unwirksam erklärt.

Die beiden Konzerne sind nun gezwungen, ihre Entwürfe zu Sony BMG Music Entertainment erneut bei der Europäischen Kommission vorzulegen. Diese könnte den Deal erneut absegnen, Auflagen - wie den Verkauf kleinerer Unter-Labels - verhängen oder (eher theoretisch) das Joint Venture einfach wieder aufbrechen. Diese Möglichkeit hängt zumindest für die Dauer einer erneuten mehrmonatigen Prüfung als Damoklesschwert über dem Gemeinschaftsunternehmen.

Die Entscheidung könnte sich auch auf die Musikbranche insgesamt auswirken. So könnten beispielsweise EMI und Warner Music ihre Versuche einstellen, sich gegenseitig zu übernehmen. Sony-BMG, EMI, Warner und Universal Music Group als größter der vier Majors kontrollieren zusammen rund drei Viertel des weltweiten Markts für Musikaufnahmen. (tc)