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EU fördert digitale Inhalte

31.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Europäische Parlament hat beschlossen, 149 Millionen Euro für die europaweite Förderung des Zugangs und der Nutzung multilingualer digitaler Inhalte bereitzustellen. "Wir stärken die wissensbasierte Gesellschaft und unterstützen den Wissensgewinn der Endnutzer", beschreibt der österreichische Europaabgeordnete Paul Rübig das Ziel des bis 2008 angelegten "eContentplus"-Projekts gegenüber der in Österreich erscheinenden IT-Zeitung "COMPUTERWELT".

eContentplus soll den Zugang zu digitalen Inhalten sowie ihrer Nutzung und Verwertung in der Gemeinschaft erleichtern. Interaktion mit wissensbasierten digitalen Inhalten soll gefördert und Inhalte dynamischer gestaltet werden.

Unterstützen will die EU vor allem Inhalte aus den Bereichen Lernen, Geographie und Kultur. "Dies werde helfen, Europas Kultur und sprachlicher Identität zu erhalten und einer größeren Bedeutung im Internet zukommen zu lassen", meint Vivian Reding, European Information Society Commissioner.

Alle Unternehmen mit Sitz in der EU, aber auch Staaten, die der European Fair Trade Association (EFTA) angehören sowie internationale Organisationen könnten Projekte einreichen, die dann mit bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten gefördert werden könnten. Der Schwerpunkt liegt auf kleinen und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, die minimale Förderungshöhe beträgt eine Million Euro.

Rübig zufolge erhalten aber auch Entwickler von Hard- und Software Zuschüsse, sofern deren Ziele sich mit denen des Programms decken. Über die Mittelvergabe entscheidet eine Expertenkommission. (fn)