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EU-Ermittlung gegen Microsoft verzögert sich

28.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kartellrechtlichen Ermittlungen der Europäischen Kommission gegen Microsoft gehen wahrscheinlich erst dann weiter, wenn das früher begonnene Antitrust-Verfahren in den USA entschieden ist. Alexander Schaub, ein für Wettbewerbsfragen zuständiger Direktor der Kommission, erklärte in der vergangenen Woche, die Ermittler auf dem alten Kontinent seien auf offiziellen Input aus den USA angewiesen. Die US-Regierung sei aber unschlüssig in bezug auf eine Kooperation. "Wir brauchen einen Partner, der überzeugt und handlungsfähig ist, bevor wir mit bilateralen Gesprächen weitermachen können", erklärte Schaub auf einem Treffen von Kartellhütern in Berlin.

Nach dem Regierungswechsel in Washington ist der neue Chef der obersten Kartellbehörde noch nicht bestimmt. Der designierte Amtsinhaber Charles James hat sich bislang nicht öffentlich zum Microsoft-Prozess geäußert.