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Etoys muss Schulden machen

19.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Online-Spielwarenladen Etoys kann seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. So muss beispielsweise auch eine amerikanische Zeitarbeitsfirma, die dem Online-Händler Saisonarbeiter vermittelt hatte, auf ihr Geld warten. Insidern zufolge schuldet Etoys dem Unternehmen zwei Millionen Dollar.

"Wir haben längst nicht soviel verkauft, wie wir erhofft hatten", erklärt Etoys-Chef Gary Gerdemann die Situation. Nun fehlten Bargeldreserven, um offene Rechnungen begleichen zu können. Ein Komitee aus Gläubigern, zu denen auch Mattel und Hasbro zählen, kümmere sich nun um die Angelegenheit.

Analysten erklärten bereits vor einem Monat, Etoys habe nur Überlebenschancen, wenn man einen Käufer finde. Dies sei inzwischen unwahrscheinlich, da Online-Spielwarenhändler von Investoren kritisch beäugt würden.