Einbindung in FDDI-Backbones möglich

Etherconnect von BICC zielt auf Multimedia-Netze

29.06.1990

MÜNCHEN (pi) - Mit "Etherconnect" bringt BICC Data Networks ein System zur Unterstützung von Ethernet-Umgebungen mit strukturierter Multimedia-Verkabelung auf den Markt. Das fehlertolerant ausgelegte und mit Netzwerk-Management-Optionen ausgestattete Produkt arbeitet auf der Basis von Twisted-Pair-, Koaxial- und Glasfaserkabeln.

Das zunächst als Modular-Repeater bekannte Etherconnect ermöglicht in der Version /10,40 Segmente mit Thin-Ethernet und bis zu 80 UTP-Verbindungen (UTP: Unshielded Twisted Pair) zu bedienen. Zum Aufbau kleinerer Netzwerke in Büroumgebungen ist dagegen Etherconnect System/4 gedacht. Es bietet Support für bis zu 32 UTP- oder 16 Thin-Ethernet-Segmente.

In ausgedehnteren Umgebungen ist über Bridges auch die Anbindung an ein FDDI-Hochgeschwindigkeits-Backbone-Netz möglich, ohne daß die Optionen zum netzwerkweiten Management der verschiedenen Etherconnect-Systeme verloren gehen.

Das neue Produkt wurde insbesondere zur Vereinfachung des Kabel-Managements entwickelt. Zahlreiche, über Software gesteuerte Optionen, vereinfachen laut Anbieter die Netzwerksteuerung, erhöhen die Ausfallsicherheit und erleichtern die Wartung. Der Anschluß einzelner Netzsegmente erfolgt über Repeater-Line-Karten, die in die Steckplätze des Systems eingesetzt werden. Derzeit sind Karten für Thick- und Thin- Ehernet (10Base2), Attachement Unit Interface (AUI) für den Anschluß an 10Base5-Segmente, Glasfaser, UTP und STP sowie Management-Karten lieferbar. Diese Module sind für beide genannten Versionen geeignet.

Aufgrund der Kompatibilität zum IEEE-Standard 802.3 arbeitet EtherConnect mit den Verkabelungssystemen anderer Hersteller wie AT&T, British Telecom, IBM und DEC zusammen.