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Erste Windows-Beta von Opera 6

13.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die norwegische Browserschmiede Opera hat heute im Rahmen der COMDEX in Las Vegas die erste Betaversion ihres gleichnamigen Browsers in der kommenden Windows-Version 6 zum Download freigegeben, zunächst nur in englischer Sprache. Die wohl wichtigste Neuerung ist die optionale Unterstützung eines so genannten Single Document Interface (SDI), wie es die Surfer von Internet Explorer und Netscape gewohnt sind. Bislang setzte Opera ausschließlich auf sein MDI (Multiple Document Interface), das zwar die gleichzeitige Darstellung mehrerer Sites in einem Browserfenster gestattet, aber schwer zu navigieren ist.

Weitere Neuerungen von Opera 6 in Kurzform:

Unterstützung von Unicode (wichtig für asiatische Sprachen und XML);

neue Optik und Benutzerschnittstelle ("Hotclick"-Kontextmenü mit Zusatzfunktionen, "Persönliche Leiste" mit Links und Suchen, themenorientierte "Panels")

Unterstützung von Liveconnect (Scripting von Java-Applets mittels Javascript);

neue Tastenkürzel, unter anderem "Ctrl+Tab" für das Umschalten zwischen Dokumentenfenstern;

gleichzeitiger Betrieb mehrerer Opera-Instanzen (mit jeweils eigenen Voreinstellungen) auf einem Rechner, sowie

Mail-Import aus Microsoft Outlook

Opera bekennt sich wie gehabt zu den offiziellen Netzstandards des W3C (World Wide Web Consortium). Der kompakte Browser der norwegischen Company wird seit Version 5 in einer kostenlosen, werbefinanzierten Version angeboten. Nach einer knapp 40 Dollar teuren Registrierung verschwindet die Werbeeinblendung in der rechten oberen Ecke. Für registrierte Benutzer von Opera 5 gibt es Version 6 kostenlos. (tc)