Erste Vorab-Spezifikation von UDI verfügbar

Erste Vorab-Spezifikation von UDI verfügbar Ein Gerätetreiber für alle Unix-Versionen

19.03.1999
MÜNCHEN (CW) - Das "Uniform Driver Interface" (UDI) soll es Hardwareherstellern ermöglichen, für ihre Geräte nur einen einzigen Unix-Treiber schreiben zu müssen, der unter allen Derivaten läuft.

Bislang werden bis zu sechs verschiedene Treiber auf fünf unterschiedlichen Prozessorarchitekturen programmiert, um Peripheriegeräte unter allen gängigen Unix-Varianten lauffähig zu bekommen. Mit UDI soll das ab Mitte dieses Jahres anders werden. Der offene Standard verspricht ein Modell, bei dem ein Treiber für alle Derivate und Prozessorvarianten genügt. Der aktuelle Stand der Spezifikation 0.90 wurde auf Intels Entwicklerkonferenz in Palm Springs vorgestellt und ist jetzt auf der Web-Site www.sco. com/udi abrufbar. Entwickler können die Vorab-Versionen erster UDI-Treiber evaluieren und Anregungen oder Fehlerbeschreibungen an das Projektteam einreichen. Der endgültige Standard soll bis Mitte des Jahres fertig sein und dann von nahezu allen Unix-Herstellern implementiert werden.

Schirmherr des Projekts ist SCO, unterstützt von Sun, Hewlett- Packard, IBM und Compaq. Aus der Hardwarefraktion sind wichtige Akteure wie Intel, auch zuständig für den Linux-Port von UDI, und Adaptec mit im Boot.