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Ernst & Young konsolidiert drei Rechenzentren

29.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zieht ihre drei europäischen Rechenzentren in Frankfurt am Main zusammen. Als Gründe für diesen Schritt nennt das Unternehmen eine höhere Flexibilität sowie Kostenvorteile. Im kommenden Monat will es beginnen, seine IT-Kapazitäten aus Eschborn, Stuttgart und Rotterdam beim Collocation-Spezialisten TeleCity in Frankfurt am Main zu zentralisieren. Dort wurde eine Fläche von rund 600 Quadratmetern angemietet. Wie es das Collocation-Modell vorsieht, umfasst der Vertrag mit TeleCity nur die Inanspruchnahme der Rechenzentrumsfläche. Der Betrieb von Hardware, Software, Daten und Anwendungen bleibt in den Händen von Ernst & Young.

Die Entscheidung erläutert Siggi Hauer, Chief Information Officer (CIO) für Central Europe bei Ernst & Young, folgendermaßen: "Während ein eigener Rechenzentrumsneubau eine hohe Anfangsinvestition erfordert und die vollständige Nutzung der Investition erst nach Jahren erreicht wird, können wir mit einer Konsolidierung im Rechenzentrum von TeleCity erhebliche Einsparpotenziale realisieren, da wir jederzeit nur die wirklich genutzte Fläche bezahlen." Eine Inhouse-Analyse des europäischen Collocation-Markts habe zudem klare preisliche Vorteile für den Standort Frankfurt aufgezeigt. Für den Anbieter TeleCity sprach auch dessen Zertifizierung nach BS7799. Der britische Branchenstandard betrifft den sicheren Umgang mit Informationen, der für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ein wichtiges Auswahlkriterium sein dürfte. (qua)