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Erneut Gerüchte um Microsoft Office auf Linux

18.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seit Linux öffentlich wahrgenommen wird, gab es immer wieder Gerüchte, Microsoft wolle seine populäre Bürosuite "Office" auf das Open-Source-Unix portieren. Diese wurden in den letzten Tagen erneut ordentlich angeheizt. Der renommierte "WinInfo"-Newsletter von Paul Thurrot hatte nämlich berichtet, die Gates-Company arbeite zusammen mit dem Portierungsspezialisten Mainsoft seit mehr als einem Jahr an der Linux-Anpassung von Office und weiteren Windows-Applikationen.

Microsoft hat der Meldung widersprochen. Group Product Manager Doug Miller erklärte, der "WinInfo"-Bericht "basiere auf Gerüchten" und sei "unwahr". Man arbeite zwar in der Tat sehr eng mit Mainsoft zusammen, allerdings gehe es dabei nur um die Anpassung von Internet Explorer und Windows Media Player für die kommerzielle Unix-Derivate Solaris und Sun. Diese würden aber genauso wenig wie Office auch für Linux umgearbeitet. Mainsoft-Chef Yacoov Cohen bestätigte diese Aussage: "Soviel wir wissen, gibt es keine Pläne für einen Port von Office auf Linux oder ein anderes Unix".