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Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung gegen BenQ Mobile

08.11.2006
Die Pleite des Handy-Herstellers BenQ Mobile beschäftigt jetzt auch die Staatsanwaltschaft.

"Wir haben Ermittlungen aufgenommen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft München I, Christian Schmidt-Sommerfeld, der "Süddeutschen Zeitung". Dabei gehe es um den Verdacht auf verspätete Insolvenzantragstellung sowie auf verschiedene Bankrottdelikte. Die Staatsanwaltschaft habe auch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Martin Prager Kontakt aufgenommen.

Hintergrund der Ermittlungen seien Vorwürfe, das BenQ-Management habe bereits Wochen vor der Pleite von gravierenden Finanzproblemen erfahren und die Zahlungsschwierigkeiten verschwiegen, hieß es. BenQ Mobile hatte vor einigen Wochen Insolvenzantrag gestellt, nachdem die taiwanesische Mutter BenQ Corp. dem Unternehmen den Geldhahn zugedreht hatte. Zwei Drittel der rund 3000 Beschäftigten in Deutschland haben dadurch ihre Jobs verloren. (dpa/tc)