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Ericsson streicht in Deutschland wenigstens 350 Stellen

10.05.2006
Der schwedische Telekomausrüster Ericsson will in Deutschland mindestens 350 Arbeitsplätze abbauen. Dabei will er möglichst auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Vom Stellenabbau betroffen seien die Standorte Backnang, Düsseldorf, Frankfurt und Offenburg, wo Ericsson gegenwärtig rund 2700 Mitarbeiter beschäftigt. Die deutsche Geschäftsführung sehe darüber hinaus "zusätzlichen Restrukturierungsbedarf" bei der Tochter Ericsson Network Services GmbH in Frankfurt. Darüber wolle sie am 16. Mai Gespräche mit dem Wirtschaftsausschuss führen.

Den freiwilligen Ausstieg will Ericsson interessierten Mitarbeitern mit "attraktiven Aufhebungsverträgen" schmackhaft machen. Außerdem verhandele man mit der Arbeitnehmerseite über den Transfer von Betroffenen in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft.

Die Restrukturierung hänge mit der Integration der von der britischen Marconi übernommenen Geschäftsfelder zusammen, teilte das Unternehmen mit. Künftig stehe neben Mobilfunk auch der Festnetzbereich mit Teilnehmeranschluss- und Transportnetzen im Fokus. Die Neuausrichtung solle außerdem Wachstum im Dienstleistungs- und Managed-Services-Bereich bringen. (tc)