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Ericsson konsolidiert weiter

27.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der schwedische Mobilfunkkonzern Ericsson lagert einen Teil seiner Softwareentwicklung an TietoEnator aus. Im Rahmen eines umgerechnet 53 Millionen Dollar schweren Deals wechseln rund 860 bisherige Ericsson-Mitarbeiter an vier schwedischen Standorten, die hautptsächlich Software für 2G-Netze entwickeln, in eine neue Einheit innerhalb von TietoEnator Telecom & Media in Schweden. Hauptsitz des Dienstleisters, der nun auf Aufträge mit einem jährlichen Volumen von rund 90 Millionen Euro von Ericsson und andern hofft, ist übrigens das finnische Espoo.

Auch Nokia hatte schon im vergangenen Jahr Teile seiner Softwareentwicklung an TietoEnator ausgelagert. Ericsson hatte bereits im Vorfeld verschiedene Aktivitäten verkauft und mit den Käufern dann jeweils Partnerschaften geschlossen. Ericsson Microelectronics ging dabei an Infineon, die in Norwegen ansässige GPRS-Forschung und -Entwicklung wurde gestern an Teleca veräußert. Außerdem verhandelt der Konzern gegenwärtig über ein Outsourcing seiner kompletten IT (4000 Mitarbeiter weltweit). Den diesbezüglichen Abschluss erwarten Beobachter für November dieses Jahres. (tc)