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Ericsson erzielt dritten Quartalsgewinn in Folge

21.07.2004

Der weltweit größte Mobilfunkausrüster Ericsson hat für das zweite Quartal 2004 erneut überraschend gute Ergebnisse vorgelegt. Die Schweden profitierten dabei von den Einsparungen durch vorangegangene Entlassungen sowie von dem stärksten Umsatzwachstum seit dem Jahr 2000.

Das in Stockholm ansässige Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum einen Nettogewinn von 5,3 Milliarden Kronen (rund 577,8 Millionen Euro), nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 2,7 Milliarden Kronen (etwa 294 Millionen Euro) angefallen war. Das mit Sony betriebene Handy-Joint-Venture SonyEricsson trug 500 Millionen Kronen zum Vorsteuergewinn von 7,8 Milliarden Kronen (rund 851 Millionen Euro) bei.

Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 32,6 Milliarden Kronen (zirka 3,55 Milliarden Euro). Die Erlöse der Sparte Mobile Netze kletterten um 28 Prozent auf 24,3 Milliarden Kronen (zirka 2,55 Milliarden Euro). Um von der steigenden Nachfrage aus Ländern wie China und Russland zu profitieren, bieten die Schweden seit Anfang des Jahres unter dem Namen "Expander" ein speziell auf Schwellenmärkte ausgelegtes Netz an. In reiferen Märkten wie den USA oder Westeuropa lockt Ericsson die Mobilfunkbetreiber mit fortschrittlichem Equipment, das Dienste wie Videokonferenzen ermöglicht.

Den Schweden gelang es mit den Zahlen, die Marktprognosen deutlich zu übertreffen. Analysten hatten laut Umfrage von SME Direkt im Schnitt lediglich einen Profit von 3,75 Milliarden bei 30,25 Milliarden Kronen Umsatz erwartet. Auch die Bruttomarge lag mit 47,8 Prozent deutlich höher als die von Experten vorausgesagten 44,8 Prozent. Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte Ericssons Marge nur 35,1 Prozent betragen.

"Die Zuversicht ist in die Branche zurückgekehrt", sagte CEO Carl-Henric Svanberg. Der Ausbau bestehender Kapazitäten und Investitionen in Mobilfunknetze der dritten Generation sorge für frische Dynamik im Markt. Der seit April 2003 amtierende Konzernchef ist zuversichtlich, dass das Umsatzwachstum mindestens bis Ende des Jahres anhält. Ericsson verbuchte im zweiten Quartal Aufträge im Wert von 33,1 Milliarden Kronen, das entspricht einem Zuwachs um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders starke Nachfrage habe man dabei aus Italien, Russland, Südostasien und Brasilien registriert, teilte das Unternehmen mit. (mb)